Alten- und Pflegeheim Haus Abendfrieden - Kurzzeit- und Dauerpflege - Seniorensitz am Waldesrand - Hilchenbach-Helberhausen

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Informationen zur Pflegestufen und Kosten...

Ratgeber


Wie setzt sich das Heimentgelt zusammen?

Das Heimentgelt besteht aus drei Teilen, die jeweils verschiedenen gesetzlichen Regelungen unterworfen sind.

A. Pflegevergütung
   Die Pflegevergütung richtet sich nach der Pflegestufe, in die der Bewohner vom Medizinischen Dienst der   
   Krankenversicherung (MDK) eingestuft wurde. Sie wird zu einem Teil von der Pflegeversicherung in Form
   von monatlichen Pauschalen getragen. Der verbleibende Anteil der Pflegevergütung ist vom Bewohner als
   Eigenanteil zu übernehmen. Durch die Pflegevergütung werden neben Pflegesachkosten insbesondere die
   Kosten des Pflege- und Betreuungspersonals finanziert.

B. Unterkunft und Verpflegung

Diese Kosten werden von dem Bewohner getragen. Ist dieser bzw. sind die Angehörigen aufgrund der finanziellen Verhältnisse hierzu nicht in der Lage, übernimmt das Sozialamt auf Antrag die Kosten.


C. Investitionskostenanteil

Diese Kosten werden, analog den Kosten für Unterkunft und Verpflegung, ebenfalls von dem Bewohner getragen bzw. von den zuständigen Sozialbehörden. Sie ergeben sich aus den Kosten des Gebäudes und der Sachausstattung, Instandhaltungskosten, Miet- und Leasingkosten sowie Zinsen.
Die Pflegekasse beteiligt sich monatlich in folgender Höhe an den Kosten für Pflege (maximal 75 % des Gesamtheimentgelts):

 Pflegestufe I: 1.023 EUR
 Pflegestufe II: 1.279 EUR
 Pflegestufe III: 1.510 EUR

Hinweis:
Ab 01.01.2012 erhöht sich der Betrag für die Pflegestufe III auf 1.550 EUR, für den Härtefall von 1.825 EUR auf 1.918 EUR. Die Sachleistungsbeträge der Stufe I und II bleiben unverändert.

Entgelt für Kurzzeitpflege
Die Beteiligung an der Pflegevergütung seitens der Pflegekasse liegt bei maximal 1.510 EUR für längstens 28 Tage pro Kalenderjahr (ab 01.01.2012 maximal 1550 EUR). Die Vergütung ist abhängig von der Pflegestufe und der jeweiligen Verweildauer.

Leistungen, die im Heimentgelt enthalten sind

 Pflegerische Betreuung rund um die Uhr: Grundpflege
 Medizinische Behandlungspflege nach ärztlicher Verordnung
 Soziale Betreuung:

Möglichkeit der Teilnahme an zahlreichen Veranstaltungen und Aktivprogrammen des Hauses
Regelmäßige Gruppenangebote wie z.B. Gymnastik

 Nutzung aller Gemeinschaftseinrichtungen des Hauses:

hauseigener Garten
Gemeinschaftsräume

 Vollverpflegung:

Frühstück
Mittagessen (Auswahl zwischen drei Menüs)
Nachmittagskaffee
Abendessen
ggf. Zwischenmahlzeiten inklusive der Getränke

 Waschen der Leibwäsche:

Unterwäsche und Nachtbekleidung

 Bettwäsche und Handtücher:

Gestellung und Reinigung

 Reinigung des Pflegezimmers:

inkl. Fensterreinigung

 Nebenkosten:

Strom, Wasser, Heizung


Wann zahlt die Pflegeversicherung?
Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) begutachtet den gesundheitlichen Zustand und die Pflegesituation vor Ort.

Mit der Einführung der Pflegeversicherung gilt nur noch als pflegebedürftig, wer folgenden Hilfebedarf hat:

 Aufgrund von Krankheit oder Behinderung (unabhängig von Alter, Art der Erkrankung/Behinderung oder

Grad der Erwerbsminderung)

 Bei regelmäßig wiederkehrenden täglichen Verrichtungen im Bereich der Körperpflege, Ernährung und

Mobilität sowie im hauswirtschaftlichen Bereich

 Für eine Dauer von voraussichtlich mindestens sechs Monaten (es sei denn, die voraussichtliche

Lebensdauer ist geringer)

Dabei müssen alle drei Bedingungen erfüllt sein.

Die Pflegeversicherung leistet finanzielle Unterstützung, unabhängig von Einkommen und Vermögen, vorausgesetzt, Sie sind Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse. Alle privat krankenversicherten Personen müssen zur Absicherung des Risikos der Pflegebedürftigkeit eine private Pflegeversicherung abschließen. Die Leistungen der Pflegekasse müssen vom Pflegebedürftigen selbst oder von einem Bevollmächtigten beantragt werden.
Der Medizinische Dienst prüft den Antrag
Die Pflegekasse beauftragt den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) mit der Prüfung des Antrages. Im MDK sind Ärzte und Pflegekräfte tätig, die in der Regel Hausbesuche durchführen, um neben dem gesundheitlichen Zustand des Antragstellers auch die Pflegesituation vor Ort einschätzen zu können. Bei der Begutachtung wird festgestellt, welche Verrichtungen im Bereich der Körperpflege, der Ernährung, der Mobilität und der hauswirtschaftlichen Versorgung nicht mehr eigenständig vom Pflegebedürftigen erbracht werden können. Es werden jedoch nur die regelmäßigen und täglich wiederkehrenden Verrichtungen erfasst. Dazu gehören z. B. das Waschen, das Duschen, das Zähneputzen, das Kämmen, das Rasieren und der Gang zur Toilette. Im Bereich der Mobilität zählen hierzu u.a. das Aufstehen und das Zu-Bett-Gehen sowie das An- und Auskleiden. Im Haushalt erstreckt sich die Ermittlung des Hilfebedarfs auf Tätigkeiten der Haushaltsführung (Kochen, Spülen, Waschen, Putzen und Heizen der Wohnung). Ergebnis der Begutachtung ist ein Bescheid der Pflegekasse über die Einstufung in eine Pflegestufe. Gegen diesen Bescheid kann der Antragsteller Widerspruch einlegen.

Tipp: Bereiten Sie sich auf die Begutachtung vor.

Damit sich der Gutachter ein zutreffendes Bild von der Situation des Pflegebedürftigen machen kann, sollten Sie sich sorgfältig auf den Besuchstermin vorbereiten. Zu diesem Zweck können Sie auch ein übersichtliches Pflegetagebuch bei der Pflegekasse anfordern, in das Sie eine Woche lang genau eingetragen, wie die Pflege bisher aussieht. Das ist mit relativ wenig Aufwand verbunden, weil Rubriken und Spalten für alle wichtigen Pflegetätigkeiten bereits vorgedruckt sind. Die Tagebuchaufzeichnungen geben Ihnen Sicherheit für das Gespräch mit dem Gutachter: Sie sind auf seine Fragen vorbereitet und haben bereits Angaben für die Beantwortung parat. Und Sie sind sicher, dass Sie in der ungewohnten Begutachtungssituation nichts vergessen.
Quelle: DAK

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